2.4.1 Wann muss saniert werden?

Nicht alle Gebäude sind im Hinblick auf Giftstoffe zwangsläufig sanierungsbedürftig. In vielen Gebäuden sind Schadstoffe kaum messbar, da sie über einen langen Zeitraum bereits ausgetreten und flüchtig sind oder weil sie in Konzentrationen vorliegen, die nicht nachweisbar sind oder als nicht bedenklich eingestuft werden.
Eine Einstufung von Schadstoffen wird in der Liste der Maximalen Arbeitsplatz- Konzentrationen geführt. Diese wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) jährlich aktualisiert und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales als technische Regel (TRGS3 900) übernommen. Hiermit bekommen die in der MAK- Liste angegebenen Höchstwerte einen gesetzlich bindenden Charakter.

Maximale Arbeitsplatz-Konzentration

Die Maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAK-Wert) gibt die maximal zulässige Konzentration eines Stoffes als Gas, Dampf oder Schwebstoff in der Luft am Arbeitsplatz an, bei der kein Gesundheitsschaden zu erwarten ist, auch wenn man der Konzentration in der Regel 8 Stunden täglich, maximal 40 (42) Stunden in der Woche ausgesetzt ist (Schichtbetrieb).

Die hier angegebenen Höchstwerte sind allerdings nur bedingt anwendbar auf die Situation in Wohngebäuden. Weder sind empfindliche Personen, wie alte und kranke Menschen oder Kinder, noch der erhöhte Zeitraum der Aussetzung berücksichtigt.

Als Orientierungshilfe für die Bewertung von Innenraumkonzentrationen sind vom Bundesgesundheitsamt die Maximalen Raumluft-Konzentrationen (MRK ­Werte) herausgegeben worden. Diese sind auf die Verhältnisse in Innenräumen von Wohngebäuden ausgelegt. Gesetzlich sind diese Werte allerdings nicht verankert, sondern haben nur empfehlenden Charakter.

Bei Schadstoffen, für die kein MRK-Wert angegeben ist, kann der entsprechende MAK-Wert zugrunde gelegt werden.


1. Allgemeine Beschreibung des Fertighausbaus der Jahre 1950 bis 1980
2. Sanierungs- und Modernisierungsziele, bautechnische Anforderungen der Gegenwart
3. Sanierungsmethoden
4. Sanierung am Fallbeispiel
5. Schlussbetrachtung
6. Berechnungsanhang
7. Quellenangabe und Abbildungsnachweise