1.5.2 Wärmebrücken

Zu den Wärmebrücken zählen alle Stellen der Bauhülle, an denen eine erhöhte Wärmestromdichte auftritt. Dies hat einen erhöhten Energieverlust und eine Absenkung der Oberflächetemperatur zufolge. Die Folgen sind ein hoher Heizwärmebedarf und die Gefahr von Schimmelpilzbildung. Man unterscheidet zwischen materialbedingten und geometrischen Wärmebrücken.
Materialbedingte Wärmebrücken treten immer dann auf, wenn zwei Materialien mit unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit nebeneinander in Richtung des Wärmestroms liegen. Im Holzbau sind dies z.B. die Rippen mit höherer Wärmeleitfähigkeit neben den Dämmstoffen mit niedriger Wärmeleitfähigkeit in dem Gefach.
Geometrische Wärmebrücken sind an Orten vorhanden, an denen sich Wärmeeintrittsfläche und Wärmeaustrittsfläche der Bauteile unterscheiden. Beispiel hierfür sind die Gebäudeecken, an denen die Außenbauteiloberfläche größer ist als die Innenoberfläche.
Geometrische Wärmebrücken sind kaum vermeidbar, lassen sich aber in ihrer Wirkung entschärfen.
Besonders zu beachten ist die Oberflächentemperatur im Bereich der Wärmebrücke. Um die Mindestanforderungen zu erfüllen, müssen diese unter Beachtung der Randbedingungen von e = - 5°C und i = 20°C bei si 12,6°C liegen.

Die Beispiele der nächsten Abschnitte zeigen die Isotherme verschiedener Details der Konstruktion von Renolit, sind aber sinngemäß auch auf Konstruktionen anderer Hersteller zu übertragen.


1. Allgemeine Beschreibung des Fertighausbaus der Jahre 1950 bis 1980
2. Sanierungs- und Modernisierungsziele, bautechnische Anforderungen der Gegenwart
3. Sanierungsmethoden
4. Sanierung am Fallbeispiel
5. Schlussbetrachtung
6. Berechnungsanhang
7. Quellenangabe und Abbildungsnachweise