1.3.1.2.1 Spanplatte

Kunstharzgebundene Spanplatten bestehen aus getrockneter Holzspäne, welche vorrangig aus Alt- oder Schwachholz hergestellt wird, welches vorrangig aus Durchforstungen stammt. Dieses so genannte Schwachholz wird zerkleinert und beleimt, bevor es in einer Presse zu einer Platte gepresst wird. Für die Oberfläche werden feine Späne verwendet, für die Mittellage kommen gröbere Späne zur Verwendung. Für die Verleimung kommen unterschiedliche Leimsysteme in Frage. Die Platten werden abhängig von der gewünschten Feuchtebeständigkeit klassifiziert:

Holzwerkstoff-
klasse

Klebstoffe und Anwendungsgebiet

max. Plattenfeuchte im Gebrauchszustand

V 20 Harnstoff-Formaldehyd-Harz Verleimung, für Innenräume, nicht feuchtebeständig 15 %
V 100 Phenol-Formaldehyd-Harz-gebundene Platten, für Feuchträume 18 %
Seit 1969 wird die Werkstoffplatte V 100 G (DIN 68763) hergestellt.
V 100 G Phenol-Formaldehyd-Harz-gebundene Platten, für Nassräume, gegen Pilzbefall mit einem Holzschutzmittelwirkstoff geschützt
21 %
nicht mehr benutzt wird
V 70 beständig gegen erhöhte Luftfeuchte (nicht wetterfest)
 

Andere Leimsysteme, wie das Melamin-Formaldehyd-Harz (MF) oder das Diphenyl-Methan-Diisocyanat (MDI), haben wegen ihrer technologischen Eigenschaften bzw. aufgrund der höheren Produktionskosten geringere Bedeutung.

Abb. 1-4 Flachpressplatte
Abb. 1-4 Flachpressplatte

1. Allgemeine Beschreibung des Fertighausbaus der Jahre 1950 bis 1980
2. Sanierungs- und Modernisierungsziele, bautechnische Anforderungen der Gegenwart
3. Sanierungsmethoden
4. Sanierung am Fallbeispiel
5. Schlussbetrachtung
6. Berechnungsanhang
7. Quellenangabe und Abbildungsnachweise