1.4.5 Das Fertighaus von Schwörer

Schwörer, seit 1964 produzierend, bietet eingeschossige, teil- oder vollunterkellerte Wohnhäuser an. Die Dachkonstruktion mit 28°, 33° und 38° Dachneigung wurden als Sparrendächer ausgeführt.
Die Elemente wurden in dem Hauptraster 1.25 m, unterteilt im Halbrasterabstand (0.625 m), in maximalen Längen von 12.50 m und 2.50 m Höhe vorgefertigt. Als Fassade war nur die verputzte Asbestfaserzementpatte im Angebot.

Abb. 1-34 Längsschnitt Schwörer 1964
Abb. 1-34 Längsschnitt Schwörer 1964

Dach und Decke

Abb. 1-35 Traufenausführung

Abb. 1-35 Traufenausführung

Der Obergurt (1) des Vollholzprofilsparrens und der auskragende Deckenbalken (2) bilden bei Schwörer die Traufe. Die Unteransicht bestand aus profilierten Brettern (3). Das Sparrenprofil wurde mit einem Versatz am Deckenbalken angeschlossen und mit einer Lasche gesichert.

Abb. 1-36 Decke über Erdgeschoss
Abb. 1-36 Decke über Erdgeschoss

Die Decke unter dem nicht ausgebauten Dachgeschoss bestanden aus den Deckenbalken (40/200) im Halbrasterabstand (0.625), welche beidseitig mit einer Holzspanplatte beplankt wurden. Als Wärmedämmung wurden 70 mm Mineralfasermatten eingelegt.

Wand

Abb. 1-37 Wandaufbau

Abb. 1-37 Wandaufbau

Die Randrippen im Hauptraster haben die Abmessung 90/70, die Innenrippen sind mit 90/50 dimensioniert. Die Holzspanplattenbeplankung wurde beidseitig in der Holzwerkstoffklasse V 100 ausgeführt.
Die Unterkonstruktion der Asbestfaserzementplatte wurde bei Schwörer horizontal angebracht.

Abb. 1-38 Eckverbindung
Abb. 1-38 Eckverbindung

Im Eckbereich stoßen die beiden Elemente direkt aneinander, wobei die Randrippe (1) des durchlaufenden Elementes größer ausgeführt wurde.


1. Allgemeine Beschreibung des Fertighausbaus der Jahre 1950 bis 1980
2. Sanierungs- und Modernisierungsziele, bautechnische Anforderungen der Gegenwart
3. Sanierungsmethoden
4. Sanierung am Fallbeispiel
5. Schlussbetrachtung
6. Berechnungsanhang
7. Quellenangabe und Abbildungsnachweise