4.2.6 Berechnung

Der Energieeinsparnachweis wurde mit der Software EnEV-Wärme+Dampf der Firma Lignadata durchgeführt. Die Berechnungsausdrucke sind im Anhang beigefügt. Eine Vergleich der Ergebnisse der verschiedenen Varianten und eine abschließende Bewertung erfolgt in Abschnitt 4.5.

Für die Variante 01 ­ Idealfall ergibt sich ein Jahres-Primärenergiebedarf (Q´´P) von 111 kWh/m²a, unter Berücksichtigung der detailliert berechneten Wärmebrücken.
Zulässig: Q´´PMAX inklusive 40% Altbauaufschlag sind ca. 175 kWh/m²a.

Abb. 4-25 Jahres-Primärenergiebedarf
Abb. 4-25 Jahres-Primärenergiebedarf

Der Einfluss der Wärmebrücken in den Berechnungen macht sich sehr deutlich bemerkbar. Um immerhin 20% steigt der Jahres-Primärenergiebedarf bei einer pauschalen Berücksichtigung der Wärmebrücken. Schon mit einer Ausführung der Wärmebrücken mit Gleichwertigkeitsnachweis nach DIN 4108 Bbl. 2 wird Neubauniveau erreicht.
Zulässig: Q´´PMAX für einen Neubau sind 125 kWh/m²a.

Im Bezug auf verschiedene Fördermaßnahmen ist dieses Ziel interessant. So vergibt z.B. die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Förderung Altbau auf Neubauniveau) einen Teilschuldenerlass von 15 - 20%. Anliegen dieser Fördermaßnahmen ist die Einsparung von CO2 im Gebäudebestand.

Die Bestimmung der Anlagenaufwandszahl ep der Heizungsanlage wurde in diesem Fall nach dem Diagrammverfahren (DIN V 4701-10) durchgeführt. Es ist zu erwarten, dass die Anlagenaufwandszahl und somit auch der Jahres-Primärenergiebedarfs bei einer genaueren Bestimmung (mittels Tabellen- oder Detailliertem Verfahren) weiter sinkt.
Die Ermittlung nach dem Diagrammverfahren ist hier aber ausreichend genau um die Tendenz der Ergebnisse darzustellen.


1. Allgemeine Beschreibung des Fertighausbaus der Jahre 1950 bis 1980
2. Sanierungs- und Modernisierungsziele, bautechnische Anforderungen der Gegenwart
3. Sanierungsmethoden
4. Sanierung am Fallbeispiel
5. Schlussbetrachtung
6. Berechnungsanhang
7. Quellenangabe und Abbildungsnachweise