4.2.3.5.1 Außenwand
Abb. 4-16 Horizontalschnitt der Außenwand
Abb. 4-16 Horizontalschnitt der Außenwand

Die Modernisierung der Außenwand kommt insgesamt auf eine Dämmstärke von 20 cm. Die in der Wand verbliebenen Rippen werden um jeweils 10 mm auf insgesamt 100 mm verbreitert (1). Außenseitig wird ein Wärmedämmverbundsystem vorgesetzt. Welches System gewählt wird, ist prinzipiell unerheblich, wichtig ist der Einsatz als Gesamtsystem. Für die Berechnung und Planung sind hier die Systemkomponenten des Herstellers Inthermo gewählt worden. Diese bestehen aus einer mit Leichtputz versehenen Holzfaserdämmplatte. Für die Ausführung werden alle weiteren Komponenten, wie Verankerung, Armierung und Sockelabschlussschienen vorausgesetzt.

Für die Dämmstoffe in der Installationsebene können Mineralfasermatten gewählt werden. Zum Erreichen einer gewissen Formstabilität werden auch formaldehydhaltige Harze verwandt, doch sind diese nur mit einem Massenanteil bis ca. 7% vorhanden. Untersuchungen belegen, dass die Emissionswerte hier zwischen 0,01 und 0,03 ppm liegen. Aufgrund der Belastungen durch Mineralfasern, welche durch Auslassöffnungen in der Installationsebene in den Innenraum übertreten können, ist der Einsatz von alternativen Dämmstoffen zumindest in der Installationsebene vorzuziehen. Denkbar sind hier Stoffe aus pflanzlichen Fasern, wie Kokosnuss (welche allerdings aufgrund des längeren Transportweges ökologisch abzulehnen sind), oder Dämmstoffprodukte aus Hanffasern.


1. Allgemeine Beschreibung des Fertighausbaus der Jahre 1950 bis 1980
2. Sanierungs- und Modernisierungsziele, bautechnische Anforderungen der Gegenwart
3. Sanierungsmethoden
4. Sanierung am Fallbeispiel
5. Schlussbetrachtung
6. Berechnungsanhang
7. Quellenangabe und Abbildungsnachweise