5. Schlussbetrachtung

Es ist mit Sicherheit die falsche Frage in wieweit sich eine Modernisierung oder gar eine Sanierung rechnet. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass sich eine Modernisierung über die Energiekosteneinsparung, zumindest über einen kurzen Zeitraum, amortisiert. Insbesondere die wohnhygienische Sanierung ist in keiner Weise finanziell aufzurechnen. Hier zählen allein das Wohlbefinden und der Wert der persönlichen Gesundheit.
Es ist deutlich geworden, dass eine Sanierung und energetische Modernisierung am Bestand der Holz-Fertig-Häuser möglich ist. Die Planung, Ausrichtung und Ausführung der Gebäude in einem Raster erweist sich bei der Erstellung von Sanierungs- und Modernisierungskonzepten als Vorteil. Ebenso wie einst die Holz-Fertig-Häuser einmal geplant und vielfach errichtet wurden, kann ein Modernisierungskonzept auf eine ganze Gebäudegruppe bezogen werden. Natürlich muss bei der Ausführung jedes Gebäude einzeln betrachtet werden, um die individuellen baulichen Veränderungen in die Planung mit einzubeziehen. Eine absolute Verallgemeinerung ist bei der Fülle von möglichen eingesetzten Materialien, insbesondere der Holzschutzmittel, sowie der langen Standzeit und damit einhergehenden baulichen Veränderungen der Gebäude nicht möglich.

Grundlage zur Erstellung eines Konzepts der Sanierung ist die Dokumentation der vorhandenen Schadstoffe. Ohne genaues Wissen darüber, was in der Raumluft bzw. dem Hausstaub an Schadstoffen vorhanden ist, kann eine Sanierung nicht wirkungsvoll und nachhaltig geplant werden.

Aus diesen Betrachtungen ergeben sich mir zwei allgemeingültige Punkte, die jeder Ausführung vorausgehen.

  • Dokumentation
  • Gesamtkonzeption

Mit Hilfe der individuellen Aufnahme und den vorhandenen allgemeingültigen Details der verschiedenen Holz-Fertig-Häuser ist sowohl die Sanierung als auch die Modernisierung überschaubar und planbar.
Eine Hilfestellung kann ein Sanierungskatalog sein, den man im Zuge der Dokumentation und Gesamtkonzeption erarbeitet.
Es ist nicht sinnvoll pauschale Sanierungsmaßnahmen zu beschreiben auf die im Anwendungsfall zurückgegriffen werden kann. Jedes Gebäude ist als einzelnes für sich zu untersuchen und zu beschreiben.
Die Sanierungsmethoden, wie in Abschnitt 3 dargestellt, müssen in Abhängigkeit von den Gegebenheiten ausgewählt und angepasst werden.
In jedem Fall ist eine nachträgliche Kontrolle der vorgenommenen Maßnahmen auf nachhaltige Wirksamkeit durchzuführen.
Für eine sichere Handhabung sind im Vorfeld der Planungen themenbezogene Literaturstudien und Recherchen obligatorisch.


1. Allgemeine Beschreibung des Fertighausbaus der Jahre 1950 bis 1980
2. Sanierungs- und Modernisierungsziele, bautechnische Anforderungen der Gegenwart
3. Sanierungsmethoden
4. Sanierung am Fallbeispiel
5. Schlussbetrachtung
6. Berechnungsanhang
7. Quellenangabe und Abbildungsnachweise