4.5.1 Vergleich des Jahres-Primärenergiebedarfs

Ein Anhaltspunkt für einen Vergleich der unterschiedlichen Maßnahmen bietet der Jahres-Primärenergiebedarf.
Der Jahres-Primärenergiebedarf ist abhängig vom Faktor der Anlagenaufwandszahl (ep) sowie dem Jahres-Heizwärmebedarf (Qh) und der Trinkwassererwärmung (Qw).
Die nach den Anforderungen der EnEV einzuhaltenden Höchstwerte liegen hier bei ca. 175 kWh/m²a (Vorraussetzung sind die beschrieben Bedingungen des öffentlich rechtlichen Nachweises der Energieeinsparung).
Im Bestandsbau liegt der Jahres-Primärenergiebedarf vor der Modernisierung mit Q´´P = 189,6 kWh/m²a knapp über dem gesetzten Höchstwert. Für ein vergleichbares Gebäude als Neubau würde ein Höchstwert von ca. Q´´PMAX = 125 kWh/m²a gelten.

Auch die zukünftige Einteilung der Gebäude in Energieeffizienzklassen orientiert sich am Jahres-Primärenergiebedarf. Momentan werden verschiedene Labels erprobt, die eine verbraucherfreundliche Orientierung für den Energiepass nach EnEV § 13 bieten sollen. Die Einteilung in Abb. 4-33 ist angelehnt am Label der Energiepass Initiative Deutschland (EID). Das Label teilt die Gebäude in Energieeffizienzklassen von Klasse A (Neubauniveau) bis Klasse I (Altbauniveau).

Abb. 4-33 Jahres-Primärenergieverbrauch und Energieeffizienzklassen
Abb. 4-33 Jahres-Primärenergieverbrauch und Energieeffizienzklassen

Interessant ist hierbei, dass auch nach den Maßnahmen nach Variante 02 und Variante 03 die bestehende Einteilung in die Energieeffizienzklasse D nicht, bzw. nur knapp verändern wird. Dies ist insofern aber nicht verwunderlich, da auch Holz-Fertig-Häuser bauart- und materialbedingt geringere Wärmeverluste aufweisen, die nicht im Hinblick auf Energieeinsparung geplant wurden.


1. Allgemeine Beschreibung des Fertighausbaus der Jahre 1950 bis 1980
2. Sanierungs- und Modernisierungsziele, bautechnische Anforderungen der Gegenwart
3. Sanierungsmethoden
4. Sanierung am Fallbeispiel
5. Schlussbetrachtung
6. Berechnungsanhang
7. Quellenangabe und Abbildungsnachweise