4.4 Wärmeschutz DIN 4108

In den 20er und 30er Jahren berichten die Hygieniker Carl Flügge und Arthur Korff-Petersen von Gesundheitsproblemen in Mietskasernen und Kleinhäusern, die auf dem mangelnden sommerlichen wie winterlichen Wärmeschutz beruhten.
Schimmel und Eisbildung in Raumecken aufgrund mangelnder Dämmung sind für die Bauforschung noch bis 1970 ein Thema und werden mit rheumatischen Erkrankungen in Verbindung gebracht.
Die Konsequenz ist seit 1952 die DIN 4108 mit Anforderungen an den „Mindestwärmeschutz“.
Bezüglich der Diffusion traf man folgende Aussage: Auch im Innern von unsachgemäß aufgebauten Bauteilen kann Tauwasser auftreten, besonders dann, wenn sie mehrschichtig und die Schichten unzweckmäßig hintereinander angeordnet sind.
Auch Anforderungen an die Luftdichtheit seitens der Bauteilanschlüsse wird gefordert, so beschreibt die DIN 4108 von 1952 schon einen Fugenkoeffizienten a, der je nach Anwendungsfall begrenzt ist.


Inhaltsverzeichnis einblenden