4.1 Holzschutz DIN 68800

Seit Erscheinen der Erstausgabe von DIN68800 im September 1956 ist im Bereich des Holzschutzes ein deutlicher Bewusstseinswandel eingetreten, der durch eine kritische, z.T. ablehnende Haltung gegenüber dem Einsatz chemischer Holzschutzmittel gekennzeichnet ist. Zwar wurde bereits 1956 der vorbeugende bauliche Holzschutz als Abschnitt 2 der Norm besonders herausgestellt, jedoch hat dies in der Baupraxis über viele Jahre nicht die notwendige Resonanz gefunden. Vielmehr wurde versucht, bauliche und konstruktive Mängel durch einen verstärkten Einsatz von chemischen Holzschutzmitteln auszugleichen. Erst in den 80er Jahren erfolgte ein allmähliches Umdenken und der bauliche Holzschutz hat inzwischen wieder den Stellenwert erlangt, der ihm zukommt. Der heute beherrschende Begriff des Umweltschutzes war 1956 noch unbekannt.

Anlässlich der ersten Überarbeitung wurde die Norm 1974 in vier Teile aufgegliedert, wobei Teil 1 allgemeine Hinweise enthält, Teil 2 dem baulichen, Teil 3 dem vorbeugenden chemischen und Teil 4 dem bekämpfenden Holzschutz gelten. 1978 folgte Teil 5 für den vorbeugenden chemischen Schutz von Holzwerkstoffen.


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