2.2.1 Holzspanplatte

Als wichtigster Holzwerkstoff ist vor allem die Kunstharzgebundene Holzspanplatte zu nennen.
Spanplatten bestehen aus getrockneter Holzspäne, welche vorrangig aus Holz besteht, welches aus Durchforstungen stammt. Dieses so genannte Schwachholz wird zerkleinert und beleimt, bevor es in einer Presse zu einer Platte gepresst wird. Für die Oberfläche werden feine Späne verwandt, für die Mittellage kommen gröbere Späne zur Verwendung. Für die Verleimung kommen verschiedene Leimsysteme in Frage. Die Platten werden abhängig von der gewünschten Festigkeit und Feuchtebeständigkeit klassifiziert:

Klassifizierung

 

V 20

Harnstoff-Formaldehyd-Harz Verleimung, für Innenräume, nicht feuchtebeständig

V 100

Phenol-Formaldehyd-Harz-gebundene Platten, für Feuchträume

V 100 G

Phenol-Formaldehyd-Harz-gebundene Platten, für Nassräume, gegen Pilzbefall mit einem Holzschutzmittelwirkstoff geschützt

Andere Leimsysteme, wie das Melamin-Formaldehyd-Harz oder das Diphenyl-Methan-Diisocyanat (MDI), haben wegen ihrer technologischen Eigenschaften bzw. aufgrund der höheren Produktionskosten geringere Bedeutung.


Inhaltsverzeichnis einblenden