1.2 Bauteile und deren Aufbau
Da es sich bei den in
dieser Arbeit behandelten Holzfertighäusern ausschließlich um
Fertighäuser in Holztafelbauart handelt, steht an dieser Stelle eine
Definition der einzelnen Elemente des Holztafelbaus.
Die
Holztafelbauart ist eine Weiterentwicklung des vor allem in Nordamerika
üblichen Holzrahmenbaus. Im Gegensatz zum Holzrahmenbau, dessen
Konstruktion meist vor Ort auf der Baustelle errichtet wird, werden im
Holztafelbau Elemente im Werk vorgefertigt. Man unterscheidet,
entsprechend der Elementgröße, in Groß- und Kleintafelbauart. Zu Beginn
der Produktion in Deutschland, ab etwa 1950, wurde fast ausschließlich
die Kleintafelbauart praktiziert, überwiegend dem Raster von 1.25 m
(bedingt durch die zu Verfügung stehenden Abmessungen der
Plattenwerkstoffe) folgend. Das Hauptraster wurde in Halb- (0,625 m)
oder Drittelraster (0,4167 m) unterteilt.
Gründe für die
Kleintafelbauart waren Kapazitätsbeschränkungen bei Transport und
Produktion. Das änderte sich in den folgenden Jahren durch die
Entwicklung größerer Produktionsanlagen. Sowohl bei den Klein- als auch
bei den Großtafeln war man auf die strikte Einhaltung des Rasters
(1.25m) bedacht. Abweichungen gab es praktisch nicht, so dass Fenster,
Türen und anschließende Wände im Raster geplant wurden.
Im modernen Holztafelbau werden die einzelnen Bauteile der Tafeln entsprechend der folgenden Abbildung benannt. Die in Klammern stehenden Begriffe leiten sich aus dem Fachwerkbau ab und werden fälschlicherweise oft auf die Holztafelbauart übertragen. Da sowohl Fertigung als auch das Tragverhalten von Holztafeln ein anderes ist, sind diese Bezeichnungen allerdings nicht zeitgemäß.
1. Allgemeine Beschreibung des Fertighausbaus der Jahre 1950 bis 1980
2. Sanierungs- und Modernisierungsziele, bautechnische Anforderungen der Gegenwart
3. Sanierungsmethoden
4. Sanierung am Fallbeispiel
5. Schlussbetrachtung
6. Berechnungsanhang
7. Quellenangabe und Abbildungsnachweise